Mit Hilfe der Charta für den Wald Klimaschutzfunktionen stärken

Höfken: „Mit der Charta für den Wald wollen wir die Klimaschutzfunktionen des Waldes in der gesamten Großregion stärken“

Umwelt- und Forstministerin Höfken unterzeichnet während der Sommertour zur „Aktion Grün“ die Charta für den Wald in der Großregion und übergibt AWO Niederkirchspiel einen Förderbescheid über 12.800 Euro für Nisthilfen in Streuobstwiesen

„Unser Wald ist ein Multitalent: Er ist ein Garant für den nachwachsenden Rohstoff Holz, schützt als Kohlendioxid-Speicher unser Klima und bietet heimischen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Mit der Charta für den Wald wollen wir diese Klimaschutz- und Biodiversitätsfunktionen des Waldes in der gesamten Großregion stärken“, sagte Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken heute bei der Unterzeichnung auf der Landwirtschaftsmesse in Ettelbrück während der Sommertour zur „Aktion Grün“. Die Charta für den Wald haben Vertreter von Luxembourg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, der Wallonie und der Region Grand Est unterzeichnet und sich damit dazu bekannt, die Zusammenarbeit bei diesen großen Zukunftsthemen auszubauen.

„Mit der Charta für den Wald wollen wir zudem die regionale Wertschöpfung in der Großregion stärken und zur Arbeitsplatzsicherung in strukturschwachen ländlichen Räumen beitragen. Allein in Rheinland-Pfalz sind in der Wertschöpfungskette Holz rund 51.000 Beschäftigte in etwa 7.300 Betrieben beschäftigt. In dieser Branche wird ein Jahresumsatz von rund zehn Milliarden Euro erwirtschaftet. Ein wesentlicher Baustein für diesen Boom ist die vom Land betriebene naturnahe, nachhaltige Waldwirtschaft“, erklärte Höfken. Mit der Charta für den Wald gelte es, die Aktivitäten grenzüberschreitend zu gestalten, etwa gemeinsame Forschungsaktivitäten zu Klimawandelfolgen anzustoßen und Erfahrungen bei der multifunktionalen Bewirtschaftung der Wälder auszutauschen, so die Ministerin weiter.

„Dabei können wir auf die seit vielen Jahren bestehenden grenzüberschreitenden Aktivitäten und Kontakte von Landesforsten zu unseren Partnerregionen – seien es Forschungskooperationen, gemeinsame Veranstaltungen zum Thema Holzbau oder Kooperationsprojekte zu Zukunftstechnologien – aufbauen“, betonte Höfken.

 

Erster Nistkasten für Steinkäuze in den Streuobstwiesen von Oppenhausen

Während der Sommertour zum Landesprogramm „Aktion Grün“ besuchte Ministerin Höfken auch das Kinderferiencamp der AWO Niederkirchspiel. Seit 33 Jahren können Sieben- bis Vierzehnjährigen an dem einwöchigen Programm teilnehmen und die Natur Tag und Nacht auf der Stierwiese an der Ehrbachklamm erleben. Die AWO will außerdem gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen die seltenen Vogelarten in der Region mit dem Bau von Nistkästen unterstützen. „Mit dieser Aktion leisten sie während der geplanten Basteltage in den Herbstferien einen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten. Die Nistkästen werden Steinkäuzen, Mauerseglern, Schleiereulen, Gartenschläfern oder Fledermäusen einen Rückzugsort in den Streuobstwiesen von Oppenhausen bieten“, führte Höken an und hängte den ersten Nistkasten in einem Obstbaum auf.

Vor mehr als zehn Jahren hat die AWO Niederkirchspiel anlässlich einer Flurbereinigung viele Obstbäume gepflanzt. Da sie noch jung sind und noch keine natürlichen Nistmöglichkeiten ausgebildet haben, wird der Lebensraum für die charakteristischen Vögel mit Hilfe von Nistkästen erhalten. „Das Naturschutzprojekt unterstützen wir mit mehr als 12.800 Euro aus dem Landesprogramm ‚Aktion Grün‘“, sagte die Umweltministerin abschließend.

Die Charta für den Wald ist hier online abrufbar.

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